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Kirmesgesellschaft

Wo war die Kirmesgesellschaft am Sonntag?
 
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Die Historie


Besonders in den ländlichen Regionen ist die Kirmes seit mehreren Jahrhunderten das bekannteste und am meist verbreitete Volksfest in Deutschland. Es wird angenommen, dass die Kirmes schon zu vorchristlicher Zeit als Herbstfest gefeiert wurde. Dieses Fest bildete den Abschluss der Kornernte und der Weidezeit für das Vieh und wurde mit kultischen Feiern und Volksversammlungen begangen. Nach der Christianisierung Thüringens im 7. und 8. Jahrhundert feierte man jährlich das Datum der Kirchweih mit einem besonders festlichen Gottesdienst. Vielerorts waren damit auch Vieh-, Zwiebel- und Jahrmärkte rund um die Kirche verbunden. Deshalb sprach man auch von Kirchweihmesse oder Kirchmeß.

 

 

 

Der Zeitpunkt


Das bäuerliche Arbeitsjahr ging zu Ende; die Ernte war größtenteils eingebracht. Das Vieh von den Weiden war wieder in den Ställen. Es wurde geschlachtet, so dass die Wurst-und Vorratskammern zu dieser Zeit gut gefüllt waren. Es war die rechte Zeit, um Feste zu feiern!

 

 

 

Die Bräuche


Die Thüringer Landbevölkerung nutzte schon immer gern die Kirmes, um ausgiebig und ausgelassen zu feiern. Die Kirmes wurde neben den kirchlichen Feiertagen zum größten und bedeutendsten Fest. Zur Thüringer Kirmes gehörten schon immer Geselligkeit, Tanz, verschiedene Spiele und reichlich Essen und Trinken. Dabei entwickelten sich Sitten und Gebräuche, die sich zum Teil bis in unsere heutige Zeit erhalten haben. Vor der Kirmes wurde das ganze Haus geputzt und tagelang gekocht und gebacken, nicht zuletzt um alle zu erwartenden Gäste reichlich bewirten zu können.

Zur Kirmes war es üblich, dass sich die Verwandten und Bekannten, auch aus anderen Ortschaften, besuchten. Da die Kirmestermine auch bei relativ nah zusammen liegenden Orten unterschiedlich lagen, ergab sich durch die Kirmesfeiern oft die Gelegenheit, verwandtschaftliche Beziehungen und die Geselligkeit zu pflegen.

 

 

 

Die Mode


Die Kirmes war aber auch ein Anlass dafür, dass die Frauen und Mädchen ein neues Kleid bekamen bzw. in schlechteren Zeiten ein älteres umgearbeitet oder mit neuem Beiwerk versehen wurde. Dementsprechend gab es zu keiner Zeit eine traditionelle Kirmesbekleidung der Frauen, sondern diese spiegelten immer den jeweiligen Zeitgeschmack und die Modeauffassung wieder. In manchen Regionen bildete sich jedoch die Tradition einer Trachtenmode heraus. Entsprechend der Kirmesbekleidung der Frauen haben sich die Burschen angepasst und trugen dazu festliche Anzüge.